Der große albanische Schriftsteller Dritëro Agolli ist gestorben

Der große albanische Schriftsteller Dritëro Agolli ist am 3. Februar in Tirana gestorben. Agolli wurde am 13 Oktober 1931 als Sohn armer Bauern in  MenkulasKreis Devoll; geboren.. Der große Schriftsteller beteiligte sich bereits als Kind am antifaschistischen Befreiungskampf des albanischen Volkes. Unsterblich sind auch seine in deutscher Sprache vorliegenden Gedichte und Romane. Agolli kämpfte immer für eine bessere Welt. Besonders prägte den

Autor dieser Zeilen der Roman von Dritëro Agolli „ Kommisar Memo“.  Das Buch ist nicht ein simpler Lobgesang auf einen Partisanenkommissar sondern das Buch zeigt die realen Schwierigkeiten des heldenhaften Kampfes gegen den Faschismus in Albanien. Agolli zeigt auf, dass der antifaschistische Kampf auch gegen Ballisten und Zogisten geführt werden musste. Gleichzeitig wird in dem Roman deutlich wie eng der antifaschistische Kampf damals mit dem Kampf  für soziale Befreiung und gegen den Großgrundbesitz verbunden war. Unvergesslich ist sein Gedicht–  Mutter Albanien-. Dritëro Agolli war nicht nur ein meister der Sprache sondern Patriot und Internationalist zugleich. Stets setzte sich Agolli für das Recht der Menschen in Kosova auf Selbstbestimmung ein. . Von 1973 bis 1992 war Agolli Vorsitzender des albanischen Schriftstellerverbandes. Dennoch war er kein Bänkelsänger des Stalinismus aber auch kein Antikommunist. Ausnahmsweise schreibt Wikipedia zutreffend: „Seine Gedichte sind feinsinnig und von großer sprachlicher Schönheit und werden bis heute gelesen. Sein 1973 erschienener satirischer Roman über die Zylo oder die abenteuerliche Reise durch die wundersame Welt von Bürokratien wurde als amüsante Kritik an der Parteibürokratie allgemein geschätzt“ Klodi Leka von der Organizate Politike aus Tirana schreibt in seinem Nachruf: “Der Aufstieg und Fall des Genossen Zylo”. wurde mit großer Unzufriedenheit von der Bürokratie bewertet. „ In der Tat, Dritëro Agolli trat für tatsächlichen Sozialismus und gegen dessen bürokratische Verzerrung ein. Leb wohl Genosse Dichter, Schriftsteller und Kämpfer, deine Werke bleiben unsterblich

Einige Werke von Agolli

  • Mesditë. (Mittag), Poesie 1969
  • Komisari Memo. (Kommissar Memo), Roman 1970
  • Shkëlqimi dhe rënia e shokut Zylo. (deutsch unter dem Titel in der DDR veröffentlicht: Zylo oder die abenteuerliche Reise durch die wundersame Welt von Bürokratien.), satirischer Roman 1973
  • Njeriu me top. (Der Mann mit der Kanone), Roman 1975
  • Nënë Shqipëri. (Mutter Albanien), Poem 1976 (siehe auch Mutter Albanien)
  • Trëndafili në gotë. (Die Rose im Glas), Roman 1980
    • Mosha e bardhë. (Das weiße Alter), Drama 1985
    • Njerëz të krisur. (Verrückte Leute), Kurzgeschichten 1995
    • Shpirti i gjyshërve. 101 këngë. (Der Geist der Großväter. 101 Lieder.), Gedichte 1996
    • Vjen njeriu i çuditshëm. (Es kommt der eigenartige Mensch), Gedichte 1996
    • Teshtimat e lirisë. Njeriu, politika dhe kultura. (Das Niesen der Freiheit. Der Mensch, die Politik und die Kultur.), Essays 1997
    • Zhurma e erërave të dikurshme. (Das Geräusch der einstigen Winde), Kurzgeschichten 1999
    • Gdhihet e ngryset. (Es dämmert und es finstert), Gedichte 2000
    • Dështaku. (Der Versager), Roman 2000

     

Foto D. Agolli

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